Sunny's Blog

One Blog under the Sky of Africa

Donnerstag, Oktober 26, 2006

order

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Manche meiner Erfahrungen blieben trotz der Beschreibungen aus der Perspektive der “geordneten Heimat” (= D’land) abstrakt. Spontan schießt mir der Gedanke durch den Kopf: Gib mir einen geordneten Tag! Gleichwohl meldet sich umgehend eine andere Stimme, die dagegenhält: but, please, only every now and then.
 
Jeden Tag gibt es  irgendetwas, das vom regelmäßigen Alltag abweicht: Strom weg, Modem weg, Schlösser weg, Telefonguthaben weg, Mitarbeiter weg ... Fällt es mir in dieser in Teilen nach wie vor ungewohnten Umgebung einfach mehr auf? Jedenfalls erscheinen mir einige Dinge grundlegender, als ich sie aus meinem alten Alltag erinnere.

2 Comments:

  • At 11:01 AM, Anonymous clemotion said…

    Aber ist es nicht auch so, dass es gelassener macht? Hier regen sich die Menschen über 7 Minuten Verspätung des Zuges auf, sind getresst, in Panik ihren nächsten Termin zu verpassen usw.

    Andererseits gibt der ›geordnete Tag‹ auch Freiraum sich nicht nur mit den basalen Dingen des Lebens beschäftigen zu müssen.

    Ich glaube man braucht beides ab und zu, sond wird man verrückt.

     
  • At 7:52 PM, Anonymous Papa said…

    Liebe Sonja, es tut uns so leid, daß Du diese Erfahrungen machen mußt. Aber es ist wohl unausweichlich. Und es fällt Dir nicht nur einfach mehr auf, sondern einige Dinge sind wohl wirklich grundlegend anders. Erinnerungen an Berichte aus unserer Partnerschule in Tansania: mehrfach ist ein Schulleiter mit der Kasse durchgegangen, Lehrer sind verschwunden, Versprechnungen wurden nicht gehalten, Begehrlichkeiten bei Lehrern wie Schülern. Und von unserer Seite immer wieder der Versuch, es trotzdem zu schaffen. Denn da gab es auch viele beglückende Erfahrungen und gemeinsame Erfolge und Dankbarkeit. Laß Dich nicht niederdrücken. Liebe Grüße von Mutti und Papa.

     

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